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Lupenbrille Zahnarzt

Lupenbrillen für Zahnärzte

Medizinische Lupenbrillen in der Definition

Chirurgische und zahnärztliche Eingriffe sind inzwischen ohne Vergrößerungssysteme nicht mehr denkbar. Die Präzision hat sich dadurch massiv verbessert, doch nicht nur das: auch für den behandelnden Arzt und dessen ergonomische Haltung haben Vergrößerungssysteme wie beispielsweise die Lupenbrille viele Vorteile. Sie ermöglichen es, die korrekte Haltung einzunehmen und vor allem auch beizubehalten. Das verlängert die Arbeitsleistung nicht nur über den Tag, sondern auch im Allgemeinen.
Lupenbrillen kommen besonders in der zahnärztlichen Praxis heute in nahezu allen Behandlungen zum Einsatz. Dabei unterscheiden wir zwischen galileischen und keplerschen Fernrohr-Lupensystemen. Galileische Lupen arbeiten mit einer Sammellinse und einer Zerstreuungslinse, wobei die Vergrößerungsleistung in etwa zwischen 2,3x und 3,5x liegt. Bei keplerschen Lupen kommen zwei Sammellinsen mit einem größeren Abstand zum Einsatz. Über Spiegel oder Prismen gespiegelt, können keplersche Lupensysteme bis zu 8x vergrößern.
Das große Sehfeld verbunden mit dem geringen Eigengewicht, mit dem galileische Lupenbrillen daherkommen, ermöglichen einen besonders leichten Einstieg für die behandelnden Ärzte. Außerdem sind diese Vergrößerungshilfen besonders gut für den alltäglichen Einsatz geeignet. Die bevorzugte Nutzung der galileischen Lupenbrillen ist in der Zahnmedizin im Rahmen der Individualprophylaxe. Da die Vergrößerungsleistung nicht allzu hoch ist, kann es jedoch zu einer nicht aufrechten Körperhaltung des behandelnden Arztes kommen, weshalb in gewissen Fällen ein höheres Vergrößerungsgrad benötigt wird.
An dieser Stelle kommen keplersche Lupenbrillen zum Einsatz. Die etwas schwereren, größeren Lupen eignen sich besonders für minimalinvasive chirurgische und endodontische Eingriffe. Durch die hohe Vergrößerung von bis zu 8x ist das Arbeitsfeld allerdings relativ klein – die Detailwiedergabe allerdings ist dadurch deutlich besser. Keplersche Lupenbrillen werden in der Regel mit einem Kopfband getragen, um das Verrutschen inmitten der Behandlung oder des Eingriffes zu vermeiden. Dadurch ist aber auch der Tragekomfort eingeschränkter als mit galileischen Lupenbrillen.

Lupenbrillen in der Praxis: Fachbereiche

Der Hauptbereich, in dem Lupenbrillen genutzt werden, ist die Dentalmedizin. Hier ist es besonders wichtig, den ohnehin schon kleineren Mund- und Zahnbereich vergrößert darzustellen, ohne direkt mit Mikroskopen arbeiten zu müssen. Doch auch in anderen Bereichen wie der Chirurgie, in denen Bereiche detailgenau betrachtet werden müssen, spielen Lupenbrillen eine große Rolle. In folgenden Fachbereichen der Medizin werden sie regelmäßig genutzt:
  • Allgemeinchirurgie
  • Viszeralchirurgie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Neurochirurgie
  • Handchirurgie
  • Kinder- und Jugendchirurgie
  • Mund, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Zahnheilkunde/Mundhygiene
  • Zahntechnik
  • HNO-Heilkunde
  • Dermatologie
  • Kardiologie
  • Ophtalmologie und Optometrie
  • Gynäkologie
  • Veterinärmedizin

Vorteile der Anwendung von Lupenbrillen in der Zahnmedizin

Bei der optimalen Vergrößerung des Untersuchungs- und OP-Feldes spielt die Lupenbrille eine große Rolle. Neben einer guten Ausleuchtung des Feldes sind Ärzte aus den verschiedenen Bereichen der Chirurgie tagtäglich auf sie angewiesen. Die passende Lupenbrille erleichtert die Arbeit maßgeblich. Ein wichtiger Vorteil der Lupenbrille ist die Möglichkeit zur gewünschten Präzision bei Untersuchung oder Operation. Dadurch, dass der behandelnde Arzt nicht mehr sehr nah über den zu behandelnden Bereich beugen muss, verbessert sie außerdem die Körperhaltung und vermindert die Belastung der Augen über den Tag. Die hohe Sehschärfe erleichtert den Eingriff und verbessert dadurch natürlich auch das Ergebnis dessen. Das in der Regel sehr geringe Gewicht der Brille erhöht den Tragekomfort und ermöglicht einen schnellen Einsatz. Lupenbrillen mit geringerer Vergrößerung glänzen mit einem großen Übersichtsfeld bei gestochen scharfer Sicht auf das Behandlungsfeld.
Verschiedene Brillen erlauben verschiedene Arbeitsabstände sowie Tragevarianten und bieten dadurch ein Höchstmaß an Flexibilität. Je nach Brillengestell und mit optionalem Einsatz eines Kopfbandes kann der Arzt die Brille perfekt auf Kopfform und Behandlungsart anpassen. Das garantiert beste Stabilität und Passform, was höchsten Tragekomfort mit sich bringt.

Tipps beim Kauf einer Lupenbrille

Beim Kauf einer Lupenbrille spielen einige Kriterien eine wichtige Rolle. Für junge Mediziner oder Studenten sind kostengünstigere Modelle der Lupenbrillen selbstverständlich ausreichend. Fachmediziner sollten jedoch wichtige Punkte beachten, die ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sind.
Zum einen sollten Sie überlegen, ob Ihre Lupenbrille mit oder ohne Licht daherkommen soll. Besonders in Fachbereichen, in denen man in kleinen und engen Ecken des Körpers behandelt und operiert, ist eine ausreichende Beleuchtung wichtig. Das trifft zumeist auf Zahnärzte, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, zahnmedizinische Fachangestellte und Hals-Nasen-Ohren-Mediziner zu. Häufig haben Sie auch die Möglichkeit, das Licht an Lupenbrillen nachzurüsten.
Ein weiteres Entscheidungskriterium beim Kauf einer Lupenbrille ist, in welchem Abstand zum Patienten Sie behandeln müssen und können. Daraufhin können Sie unter den verfügbaren Vergrößerungen entscheiden, welche Brille Sie wählen. Je nach Vergrößerungsgrad wird deren Gewicht höher – auch das ist ein wichtiger Punkt, den Sie beachten sollten.
Der Vergrößerungsgrad beginnt in der Regel bei einer 2,3-fachen Vergrößerung und endet bei einer 8-fachen. Kleinere Vergrößerungen bieten einen größeren Überblick, wohingegen größere das Sehfeld zwar stärker einschränken, jedoch auch mehr Details zeigen.
Sie tragen bereits eine Brille in Ihrem Arbeitsalltag? Auch danach sollten Sie schauen: Ist die Lupenbrille, die Sie sich anschaffen möchten, kompatibel mit Ihrer Sehhilfe?

Zahnmedizinische Behandlungen mit Nutzung von Lupenbrillen

Lupenbrillen werden in am häufigsten in der Zahnmedizin eingesetzt. Generell werden sie bereits bei normalen zahnärztlichen Kontrollen eingesetzt. Auch bei schwierigen Füllungstherapien oder Präparationen von Pfeilerzähnen finden sie häufige und wichtige Anwendung.
Sehr gerne nutzen Zahnärzte Lupenbrillen, wenn es zu Bohrungen am Zahn kommt. Besonders bei bereits überkronten Zähnen fällt es zunehmend schwerer, zu erkennen, wo die Bohrung angesetzt werden kann. Mit optischer Vergrößerung sowie zusätzlichem Licht fällt das deutlich leichter.

Bekannte Hersteller

Obwohl es zahlreiche, auch kleinere Hersteller von Lupenbrillen gibt, möchten wir Ihnen die Bekanntesten vorstellen. In unserem Produktportfolio finden Sie Brillen der Marke „Orangedental“, unserem zuverlässigen Partner in Sachen digitaler Zahnheilkunde. Carl Zeiss als eines der weltweit führenden Technologieunternehmen in der optischen Industrie kommt als einer der größten und wichtigsten Hersteller von Lupenbrillen daher. Doch auch diese Unternehmen spielen eine große Rolle in diesem Bereich:
  • Heine
  • Merident Optergo
  • Schultz
  • I.C. Lercher
  • Surgitel
  • Keeler
  • Orascoptic
  • Seiler
  • PeriOptix
  • Med Lite
  • Sheervision
  • Videns
  • Sandy Grendel
  • Exam Vision
  • Univet
  • Neitz

Preise von Lupenbrillen

Generell gibt es auf dem Markt Lupenbrillen zu Preisen ab ca. 80 EUR – diese sind allerdings weniger für den professionellen Gebrauch, beispielsweise für Zahnärzte oder Chirurgen, und entsprechend eher schlecht verarbeitet. Die Preisspanne ist sehr groß, höchstprofessionelle Geräte können mehrere Tausend EUR kosten. Um Fehlinvestitionen zu vermeiden, sollten Sie vorher abwägen, wofür die Lupenbrille eingesetzt wird.
In der Regel halten sich die Preise von Lupenbrillen für den professionellen, medizinischen Gebrauch zwischen ca. 500 EUR und ca. 1.500 EUR auf. In diesem Rahmen erhalten Sie mit hoher Sicherheit ein ordentliches Gerät, welches seinen Zweck erfüllt.
Sie sind unsicher, für welche Lupe Sie sich entscheiden sollen und welche für Ihr Fachgebiet passend ist? Wir beraten Sie gerne!

Grenzen der Lupenbrille

Trotz, dass eine Lupenbrille breite Anwendungsgebiete hat und im Arbeitsalltag eines Zahnmediziners oder Chirurgen kaum wegzudenken ist, kommt das Gerät an seine Grenzen. So kommt der Zahnarzt beispielsweise bei der Wurzelbehandlung schnell in den Zwiespalt: Lupenbrille oder doch Mikroskop?
Die Lupenbrille hat bereits bei kleineren Vergrößerungen ein gewisses Gewicht. Bei einer Vergrößerung von beispielsweise 8-facher Stärke ist das Gewicht des Lupensystems beachtlich, sodass der Nutzer dieses möglicherweise als zu schwer empfindet. Auf die Endodontologie spezialisierte Zahnärzte gehören zu den Ärzten, die auf starke Vergrößerungen angewiesen sind. Diese erleben häufig die Grenzen der Lupenbrille und müssen auf OP-Mikroskope (Dentalmikroskope) zurückgreifen. Diese erreichen eine bis zu 25-fache Vergrößerung des Arbeitsfeldes.
Damit die Grenzen der Lupenbrille im praktischen Alltag nicht allzu schnell erreicht wird, sollten Sie eine kompetente Beratung vor dem Kauf in Anspruch nehmen. So wird die Auswahl der geeigneten optischen Vergrößerung leicht gemacht und eine optimale Praxisintegration ist garantiert.